Erlanger SPD auf der Zweiten sozialen Protestmeile

Landtagskandidat Philipp Dees und Bezirksrätin Gisela Niclas auf der sozialen Protestmeile

Auch die Erlanger SPD war am vergangenen Samstag bei der zweiten sozialen Protestmeile in Erlangen. Mit dieser Veranstaltung wollte der Erlanger Ratschlag gegen Sozialabbau auf die zunehmende soziale Spaltung in der Gesellschaft aufmerksam machen und aktives politisches Handeln einfordern: Während die Reichen in Deutschland immer reicher werden, wächst auch die Armut an. Fast 20 Prozent der Menschen sind in Deutschland inzwischen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Und auch in der reichen Stadt Erlangen gibt es Armut.

Konkrete politische Maßnahmen, die auf der Sozialmeile eingefordert wurden, sind die Wiedererhebung der Vermögenssteuer, ein höherer Spitzensteuersatz und eine strikte Regulierung des Arbeitsmarktes mit Blick auf Niedriglöhne, Leiharbeit, Befristungen und anderes. Und auch konkret in Erlangen könnte und müsste gehandelt werden, zum Beispiel durch einen „Erlangen-Pass“, der sozial schwächeren Vergünstigungen gewährt, einer Ausweitung des kommunalen Wohnungsbaus und dem Ankauf der GBW-Wohnungen, die die Landesbank wegen ihrer Beinahe-Pleite verkaufen muss.

Im Erlanger Ratschlag gegen Sozialabbau haben sich viele Organisationen und Parteien zusammengeschlossen, die gemeinsam eine aktive Politik gegen Sozialabbau einfordern wollen. Darunter sind neben der Erlanger SPD der DGB Erlangen, der VdK Erlangen, der Mieterinnen- und Mieterverein und das Erlanger Sozialforum.