Auf der konstituierenden Sitzung der neugewählten SPD-Fraktion wurde der bisherige Fraktionsvorsitzende Philipp Dees im Amt bestätigt. Auch die bisherige stellvertretende Vorsitzende Barbara Pfister wurde wiedergewählt. Neu gehört Sophia Waldmann dem Fraktionsvorstand an; die neugewählte Stadträtin tritt im Fraktionsvorstand die Nachfolge von Eda Șimșek an, die dem neuen Stadtrat nicht mehr angehört.
Nach der verlorenen OB-Wahl wird der neugewählte Fraktionsvorstand die Fraktion in einer veränderten Rolle führen: „Unser Anspruch bleibt, Zukunft und Zusammenhalt in unserer Stadt zu gestalten“, so Philipp Dees: „Auf Basis unseres Programms wollen wir als konstruktive Kraft im Stadtrat handeln. Natürlich stehen wir auch für Gespräche über eine Mehrheitsfindung zur Verfügung. Aber dabei ist klar: Die SPD wird keine reine Mehrheitsbeschafferin sein. Wir beteiligen uns nur an Vereinbarungen, in denen zentrale Inhalte der SPD umgesetzt werden.“
Sophia Waldmann nennt hier die Stadt-Umland-Bahn und Fragen der Stadtentwicklung: „Die Stadt-Umland-Bahn hat eine Mehrheit der Bevölkerung und eine Mehrheit im Stadtrat hinter sich. Sie ist entscheidend für die Entwicklung Erlangens als erfolgreicher Standort für Wirtschaft und Wissenschaft. Deshalb ist für uns klar: Auch mit anderem Oberbürgermeister muss die Stadt-Umland-Bahn umgesetzt werden. Das gilt genauso für die Entwicklungen um den Siemens-Campus, den Ausbau unserer Universität und des Universitätsklinikums. Bezahlbares Wohnen sowie Klimaschutz und Klimaanpassung stehen für uns bei der Stadtentwicklung ganz vorne, weil wir eine lebenswerte Stadt für alle wollen.“
Barbara Pfister betont die Projekte für den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft: „Wir haben in den letzten Jahren Orte geschaffen, die die Menschen in dieser Stadt zusammenbringen: Mit dem Ausbau von Stadtteilzentren und Stadtteilarbeit, mit dem E-Werk, dem ZAM und dem KuBiC. Im Queeren Zentrum und im Frauenzentrum finden viele Menschen einen geschützten Raum, der ihnen sonst fehlt. Diese Orte müssen weiter bestehen und die dort engagierten Menschen gestärkt werden. Mit dem ErlangenPass haben wir für mehr Teilhabe für Menschen mit niedrigem Einkommen gesorgt. Und mit Florian Janik hatten wir zwölf Jahre lang einen Oberbürgermeister, der ‚Offen aus Tradition‘ als Handlungsauftrag verstanden hat, Menschen mit Migrationsgeschichte zu fördern und klare Kante gegen jede Menschenfeindlichkeit und Angriffe auf die Demokratie zu zeigen. Dafür wird die SPD-Fraktion weiter stehen!“

