Petitionsübergabe zu GBW-Wohnungen in Erlangen

Gruppenbild bei der Übergabe der Petition

Erlanger GBW-Mieter mit Innenminister Joachim Herrmann (Mitte), Gisela Niclas (rechts) und Angelika Weikert (2. von rechts)

Zusammen mit den Erlanger Mieterinnen und Mietern der GBW-Wohnungen übergaben die Landtagsabgeordnete Angelika Weikert und die wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion, Gisela Niclas, eine Petition zur Sicherung der Sozialstandards an den bayerischen Innenminister.
Die insgesamt über 500 Briefe an den bayerischen Ministerpräsidenten und Unterstützungsunterschriften für die Petition an die bayerische Staatsregierung, endlich soziale Verantwortung für die GBW- Mieter zu übernehmen, kamen in Erlangen sehr schnell zusammen.

Die Erlanger GBW-Mieterinnen und Mieter befürchten, dass ihre Wohnungen durch den drohenden Verkauf der Wohnbaugesellschaft an private Investoren zu Spekulationsobjekten werden. "Genau deshalb muss der Freistaat den Wohnungsbestand übernehmen", so Weikert und Niclas.

In ihrer Petition fordern die Erlanger Mieterinnen und Mieter den Freistaat auf, den Wohnungsbestand der BayernLB abzukaufen sowie die individuellen Mietverträge mit Kündigungs-schutz und Umwandlungsschutz zu ergänzen. Darüber hinaus soll eine Reduzierung der Kappungsgrenze auf höchstens 10 Prozent in drei Jahren gewährleisten, dass die Mieten für die Mieter nicht unbezahlbar werden.

Zum Hintergrund: Die Aktien der GBW-Gruppe, welche allein in Erlangen über 2.400 Wohnungen verfügt, befinden sich im Besitz der Bayerischen Landesbank (BayernLB). Die BayernLB ist bekanntermaßen durch dubiose Geschäfte mit der österreichischen Hypo Alp-Adria in massive wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen. Nun will die bayerische Landesregierung durch den Verkauf der GBW-Aktien einen Teil des an die BayernLB gewährten 10-Milliarden-Kredits zurückerhalten.

GBW-Mieter schützenDie Unterschriftensammlung soll auch in den kommenden Wochen weiter gehen. Weitere Informationen finden Sie hier.