Distrikt West: Adenauerring ortsfern schließen

Der SPD-Erlangen-West fordert, die Schließung des Adenauerrings auf der ortsfernen Trasse 2 zu realisieren. "Mit einer Straße von der Dimension des Adenauerrings ist immer Lärm verbunden. Daher erscheint es am sinnvollsten, die Trasse möglichst weit entfernt von Büchenbach, aber auch von Häusling zu bauen und sie nicht mitten durch die neuen Baugebiete zu führen", erklärte dazu Philipp Dees, Vorsitzender des Distrikts West. "Auch die Interessen des Umweltschutzes sprechen eindeutig gegen die ortsnahe Variante 1."

Bei der Entlastung des Büchenbacher Ortskerns ergibt sich nach Auffassung des Distrikts kein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Trassen: "Egal welche Trasse des Adenauerrings realisiert wird, für die AutofahrerInnen ist sie immer ein Umweg, der nur genutzt wird, wenn der vermeintlich kürzere Weg durch den Büchenbacher Ortskern unattraktiv gemacht wird. Wie lange die Strecke auf dem Adenauerring ist, spielt nur eine geringe Rolle", so Felizitas Traub-Eichhorn, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion.

Auf den Busverkehr hat die Trassenentscheidung - anders als von der CSU behauptet - keine Auswirkungen. "Es wird doch keine Buslinie unter Umgehung des Büchenbacher Ortskerns auf den Büchenbacher Damm geleitet werden", erläutert Traub-Eichhorn. "Entweder die Erschließung der neuen Baugebiete mit dem Bus erfolgt durch eine Verlängerung der Linie 293 oder durch die Umleitung der Linien 286 oder 287, die dann statt über die Mönaustraße durch die neuen Baugebiete zum Einkaufszentrum Mönaustraße fahren. In beiden Fällen reicht für den Bus eine Erschließungsstraße, an welcher Stelle der Adenauerring das Bimbachtal quert, ist irrelevant." Und für das Nahverkehrsmittel der Zukunft, die Stadt-Umland-Bahn, sei die Trasse 2 günstiger.