Brücke an der Wöhrmühle: Distrikt West fordert schnellstmöglich Provisorium

Scharfe Kritik am Krisenmanagement der Stadt

Die SPD Erlangen-West fordert, für die gesperrte Brücke an der Wöhrmühle schnellstmöglich einen provisorischen Ersatz zu schaffen. „Die Brücke ist ein Teil der zentralen Radwegachse vom Stadtwesten in die Innenstadt“, so der Distriktsvorsitzende Gerd Peters: „Sie wird täglich von tausenden Radfahrern genutzt. Jetzt ist schnelles und kreatives Handeln der Stadt gefordert, um weite Umwege und das Umsteigen der Radfahrer auf Autos zu vermeiden.“

Einig ist sich Gerd Peters dabei mit den West-Stadträten Jürgen Belz, Felizitas Traub-Eichhorn, Norbert Schulz und Helga Steeger, die auch bereits gemeinsam mit der SPD-Stadtratsfraktion aktiv geworden sind und eine provisorische Lösung bei der Stadtverwaltung eingefordert haben. „Die Überlegungen des Oberbürgermeisters für eine Pontonbrücke sind ein Zeichen, dass unser Druck und der der Bürgerinnen und Bürger wirkt“, so Peters. „Der Oberbürgermeister sollte aber nicht nur prüfen, sondern handeln.“

Scharfe Kritik übt die SPD im Stadtwesten am Krisenmanagement der Stadt: „Man kann nicht am frühen Abend eine Brücke sperren und dann in der Dunkelheit eine frühzeitige Beschilderung unterlassen“, so Peters. „Viele Schulkinder, die nach dem Nachmittagsunterricht nach Hause fahren wollten, standen an der gesperrten Brücke und mussten dann einen Umweg suchen. Und genauso waren viele Berufstätige betroffen. Hier hätte die Stadt unbedingt für eine ausreichende und frühzeitige Beschilderung und am Besten ‚Lotsen‘ sorgen müssen. Das aktuelle Vorgehen der Stadt erweckt den Eindruck, dass bei Baureferent und Oberbürgermeister die Radfahrer offensichtlich nichts zählen. Bei einer Auto-Brücke wäre so etwas nicht passiert.“ Notwendig sei außerdem, so Peters weiter, dass kritische Brücken wie die an der Wöhrmühle regelmäßiger geprüft und rechtzeitig saniert würden: „An dieser Brücke sieht man auch, wozu die Sparpolitik von CSU und FDP führt: Zu irreparablen Schäden und Behinderungen für die Bürgerinnen und Bürger.“