AG 60plus besuchte Jena

Die seit Jahren bestehenden freundschaftlichen Verbindungen zwischen den beiden Partnerstädten Erlangen und Jena, zu denen auch ein ebensolches Verhältnis zwischen den SPD-Genossen und einigen aktiven älteren Mitbürgern gehört, wurde am 6. Juni erneut bekräftigt. Seit mehr als zehn Jahren ist es guter Brauch, sich einmal im Jahr gegenseitig zu besuchen. Dieses Mal waren die Mitglieder der AG 60plus aus Erlangen an der Reihe.

Da die Zugverbindung durch die Bauarbeiten an der neuen Strecke nach Berlin erheblichen Zeitverlust erfordert hätte, wurde in einer Mitgliederversammlung beschlossen, die Fahrt mit einem gemieteten Kleinbus vorzunehmen. Unser Vorsitzender, Hartmut Wiechert, erklärte sich bereit, die Organisation zu übernehmen und auch den Fahrer zustellen. Um 8.00 Uhr ging es dann vom August-Bebel-Haus los. Hartmut steuerte den Bus, als ob er bisher nichts anderes getan hätte. Sicher und wohlbehalten trafen wir zu dem vom Navi austarierten Zeitpunkt vor den Jenaer Stadtwerken ein und wurden von den Genossen aus Jena und einem Referenten der Stadtwerke herzlich empfangen. Im sechsten Stock des Gebäudes hatten wir nicht nur einen eindrucksvollen Blick über Jena, sondern es erwartete uns ein fachgerechter Vortrag über Jenas Infrastruktur und Stadtentwicklung, bei dem auch einige Stadträte und der Ortsteilbürgermeister von Jena Nord, Dr. Christoph Vietze, anwesend waren. Mit letzterem konnten wir ausgiebig auch über Stadtteilprobleme diskutieren. Es sind im Wesentlichen die gleichen Probleme, die es auch in Erlangen gibt und wohl jede Universitätsstadt hat. Wir konnten die Leitstelle besichtigen und wurden über Behebung von Schäden samt umfangreicher Organisation informiert. Danach gab es in der Kantine die Möglichkeit zu einer kleinen Pause, bevor wir das Mehrgenerationenhaus besuchten.

Dieses Mehrgenerationenhaus in der Rudolf-Breitscheid-Straße 2 in Jena wird von der AWO (Arbeiterwohlfahrt) betrieben. Es bietet unter einem Dach Servicewohnen für ältere Mitbürger, Kindertagesstätte, Integration von Geflüchteten, zwei Familienwohnungen sowie Bildungsangebote durch Vorträge und gesellige Veranstaltungen.

Der ehemalige Baureferent Peter Schulze zeigte uns dann noch die Ernst-Abbe-Hochschule, die unter seiner Leitung hörsaalmäßig ausgebaut wurde. Beeindruckend auch die Vielzahl der Studierenden, die sich nachmittags noch im Gebäude aufhielten.

Zum Abschluss fuhren wir dann noch auf den „Beutenberg“, der zwar in Jena liegt, aber nach Erzählung von Peter Schulze eine ganz besondere Bedeutung hat. Dieses Wissenschaftszentrum beherbergt das Fraunhofer-Institut das Max-Plank-Institut, das Leibniz-Institut, ein besonderes Institut für phototropische Studien oder Experimente. Wahrscheinlich gibt es dort noch mehr Institute. Allen ist gemein, dass sie ausschließlich auf den Beutenberg wollten. Dieser Run ist wohl damit zu erklären, dass das erste Labor für Penicillin außerhalb Amerikas in Jena entstand und die Amerikaner nur auf den Beutenberg wollten. Wenn man sich diese Anlage anschaut, architektonisch gelungen, am Berg gelegen mit einer fantastischen Aussicht auf die Stadt ist es quasi selbstverständlich, dass Forschung hervorragende Ergebnisse erbringt.